Show menu

Koroška

Koroška befindet sich im Norden Sloweniens, im Gebiet wo die Süd- und Zentralalpen aneinandergrenzen. Die Region besteht aus 12 Gemeinden: Črna na Koroškem, Mežica, Prevalje, Ravne na Koroškem, Mislinja, Dravograd, Muta, Vuzenica, Radlje ob Dravi, Podvelka, Ribnica na Pohorju und Slovenj Gradec. Die Letzte hat als einzige in der Region den Status einer Stadtgemeinde.

Mit etwa 1000 km2 und rund 72.000 Einwohner, gehört die Landschaft zu den kleineren Regionen Sloweniens. Das zentrale Ballungsgebiet der Region besteht aus den Städten Slovenj Gradec, Ravne na Koroškem und Dravograd. Typisch für das ländliche Hinterland der großen Städte in Koroška sind die Streusiedlungen. Bauernhöfe mit Blockflur sind in der gesamten Region verstreut. Wichtige Landschaftsmerkmale sind: großer Anteil der bewaldeten Flächen, dichtes Flussnetz und Konzentration der Industrie in städtischen Siedlungsgebieten in den Tälern (Meža-, Mislinja- und Drava-Tal). Eine der regionalen Besonderheiten ist das fast 100 km lange Grenzgebiet zur benachbarten Republik Österreich, an den die 8 Gemeinden grenzen.

Koroška ist eine der ältesten slowenischen Industrieregionen. In den vergangenen Jahrhunderten hat sich hier der Bergbau entwickelt. Nach einigen Angaben seien es schon die Römer, die in dieser Region damit angefangen haben. Danach entwickelten sich noch das Eisenhüttenwesen und Holzindustrie, später auch die Metallindustrie, die Produktion von integrierten Komponenten für die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Diese verarbeitenden Industrien dominieren noch weiterhin in der regionalen Wirtschaft, da sie sehr exportorientiert sind.

Der Bildungsbereich ist generell gut durch ein Netzwerk von Grundschulen und Kindergärten bedeckt. Der Zugang zu den Programmen in der Sekundarbildung ist zureichend. In den vergangenen Jahren hat die Region eine Reihe von Hochschulprogrammen eingeleitet.

Koroška ist generell als ein Gebiet mit benachteiligten landwirtschaftlichen Möglichkeiten definiert. Wegen der steilen Hänge und einer großen Meereshöhe gehört Koroška zu den Bergregionen.

Nach Angaben des slowenischen Ministeriums für Umwelt und Raumordnung umfasst das Natura-2000-Schutzgebiet etwa 27 % der Region. Unter anderen befinden sich auch einige Gebiete im Geopark Karawanken, auf dem Pohorje Gebirge und in der Nähe der Drau.

Problematisch für die Koroška Region sind die Entwicklungsprobleme. Im Vergleich zu anderen Regionen, liegt sie alle Indikatoren betreffend, unter dem slowenischen Durchschnitt (mit der Ausnahme von einer relativ jungen Bevölkerung, die aber relativ schnell altert). Koroška weist im Vergleich zu entwickelten slowenischen Regionen ein Entwicklungsrückstand auf und steht nach Angaben der Indikatoren für den Entwicklungsstand, Risiko- und Entwicklungsmöglichkeiten, dargestellt mit einem Index für Entwicklungsrisiko, auf dem 8. Platz (insgesamt gibt es in Slowenien 12 Regionen).

Aufgrund eigener Entwicklungspotenziale sucht die Region Möglichkeiten für die Entwicklung bestehenden und neuen umweltfreundlichen Geschäftsmöglichkeiten mit einer höheren Mehrwert, vor allem in der Weiterentwicklung der Metallindustrie, der Produktion von integrierten Komponenten für die Automobilindustrie, der Holzwirtschaft, Tourismus und der Subsistenzwirtschaft im Bereich der Lebensmittelindustrie.

Vision 2020 der Region Koroška ist eine wirtschaftlich erfolgreiche,  Sozial- und Verwaltungsgemäß eng verbundene Gemeinschaft, die die Kreativität, den Unternehmergeist, die Offenheit und die Inklusion aller Bewohner der Region fördert. Weitere Ziele sind auch:  ein qualitätsvolles Leben und Arbeit in einer gesunden und sauberen Umwelt für alle Einwohner zu versichern und nachhaltig mit natürlichen Ressourcen zu bewirtschaften.

Ausgewählte Indikatoren:

Koroška Slowenien
Fläche km2 1.041 20.273
Anzahl der Bewohner (1. 7. 2013) 71.945 2,059.114
Bevölkerungsdichte (Nr. der Einwohner / km2, 1. 7. 2013) 69,1 101,6
Anzahl der Gemeinden 12 212
Durchschnittsalter der Bevölkerung 42,5 42,2
Altersindex (1. 7. 2013) 120,5 118,9
Bevölkerungszuwachs (2012) -268 3325
BIP / capita (in EUR, 2013) 13.673 17.172
Mehrwert pro Arbeiter in Unternehmen (in EUR, 2011) 33.186 37.512
Anzahl der erwerbstätigen Bevölkerung (2012) 27.356 792.948
Registrierte Stufe der Arbeitslosigkeit (2013) 13,9 13,1
Durchschnittlicher Bruttoeinkommen (in EUR, 2012) 1.465 1601
Unterschied zwischen den durchschnittlichen Bruttoeinkommen von Männer und Frauen (in %, 2012) 4,0 5,1
Anzahl der Unternehmen (2012) 4.659 161.636
Umsatz der Unternehmen (in 1.000 EUR, 2012) 2,020.239 90,739.422
Bruttoinvestitionen in Sachanlagen (in Mio. EUR, 2012) 122,4 4.824,9
Anzahl der Berufstätigen in FuE (2011) 275 21.548
Übernachtungszahlen (2013) 112.964 9,579.033
Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe mit dem ökologischen Landbau (in %, 2010) 10,11 7,9
Anteil der Flächen in den NATURA 2000-Gebieten (%) 27 37,16
% der Waldflächen 68 58,4
Anzahl der Hochschulabsolventen pro 1.000 Einwohner (2013) 9,99 9,11
Anzahl der Menschen im Alter von 20 und mehr pro Familienarzt (2012) 1.710 1.685
Anteil der Kinder in Kindergärten (in %, 2013) 68,8 74,9
Anzahl der Personen im Pflegeheimen für Senioren, pro 1.000 Einwohner (2013) 9,3 9,4
Gesamtlänge der Autobahnen in km (2012) - 675,2
Wasserverbrauch der Haushalte; öffentliche Wasserversorgung (m 3 / capita, 2013) 29,1 38,2
Siedlungsabfälle (kg / Einwohner, 2013) 327 414
Siedlungsabfälle mit öffentlichen Abfallentsorgung pro Kopf (kg / Einwohner, 2013) 233 320
Anteil in die Kanalisation entlassenes gereinigtes Abwasser (%, 2013) 57,8 78
Investitionen für den Umweltschutz (als % des regionalen BIP, 2013) 0,6 1,0